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Drei besondere, unser Bewusstsein anregende Ausstellungen in der Schweiz

11.08.2017 Erstellt von: Remigius Wagner

In der Museumslandschaft wachsen Beispiele, wo Museumsbesucher mehr und mehr aus der Konsum- und Genusshaltung herausgelockt und zum Mitfühlen, Reflektieren und Austausch untereinander inspiriert werden.
Mit diesem Text möchte ich drei Perlen in der Schweiz hervorheben.

Das Stapferhaus

Seit rund 50 Jahren ist das Stapferhaus etwas Besonderes in der Museumslandschaft Schweiz.
Bisherige Ausstellungen haben bereits viel Beachtung gefunden, so z.B. «Anne Frank und wir», "Last Minute" über die Kultur des Sterbens, "Glaubenssache", "Nonstop" über den Umgang mit Zeit und "home" über die Digitalisierung.
Das Stapferhaus realisiert Ausstellungen zu Gegenwartsfragen, die gleichzeitig Reflexion und Austausch über das jeweilige Thema, über das, was in unserer Gesellschaft geschieht und nicht zuletzt über sich persönlich anregt.
Aktuell wird das Stapferhaus zum Haus der Gegenwart umgestaltet.

Die jetzige Ausstellung "Heimat. Eine Grenzerfahrung" im Zeughaus Lenzburg regt an, verschiedene Standpunkte und Sichtweisen zu dem einzunehmen, was für Menschen Heimat ausmacht. Dabei spielen für viele Ausstellungsbesucher eigene oder fremde Heimat, mehrere Heimaten oder der ganze Kosmos, Übersteigerung, Angst, Sehnsucht, Zuversicht, Risiko, Vorurteile, Sicherheit und vieles mehr mit.

Mehr im Web: http://www.stapferhaus.ch  und vor Ort auf dem Schloss Lenzburg (Die aktuelle Ausstellung ist jedoch im Zeughaus, nur ca. 10 Minuten zu Fuss vom Bahnhof entfernt).

 

Museum der Leere in St. Gallen

Gilgi Guggenheim beschäftigt sich seit 2011 vertieft mit der Darstellung von Leere und hat im Jahr 2016 in St.Gallen ein Museum der Leere eröffnet. Sie ist Künstlerin und Dozentin für Inspiration an der Höheren Fachschule für Bildende Kunst St.Gallen und Mentorin in offenen Atelierkursen.
Wer in den Ausstellungsraum des Museum of Emptiness tritt, darf Leere erleben.
Alle paar Monate gestalten Kunstschaffende aus Sparten wie Bildende Kunst, Theater, Tanz, Performance, Film, Musik, Literatur, oder Philosophie "etwas" dazu.
Im Foyer des Museums können Besuchende sich von Interventionen inspierieren lassen, darüber austauschen und sich auf die Leere einstimmen.
Man kann gar ein bisschen Leere mitnehmen, im Alltag Platz nehmen lassen oder sie verschenken.

Wir sind eingeladen, Leere zu erfahren, zu reflektieren und in unseren Alltag zu bringen. Guggenheim vermittelt daneben auch methodische Zugänge zu kreativer Kraft, die aus der Leere geschöpft werden kann.
Wer Gönnerin/ Gönner dieses auf privater Initiative betriebenen Museums wird, erhält von der Künstlerin eine Lizenz, sein persönliches kleines Museum of Emptiness zu hause zu eröffnen.

Web: http://museumoe.com/ und vor Ort an der Haldenstrasse 5 in St. Gallen. Das Museum ist am Freitag von 14 bis 17 Uhr oder auf Anfrage geöffnet.

 

"Dans la tête - Une exploration de la conscience"

Diesen Titel trägt die aktuelle Ausstellung des Musée de la Main in Lausanne.
Bewusstsein wird aus der vielfältigen Sicht von Medizin, Botanik, Psychologie, Philosophie, Theologie, Sozialwissenschaften, Kunstgeschichte, Astrophysik und Spiritualität betrachtet und gedeutet. Jeder hat die Möglichkeit, sein Verständnis oder Gefühl von Bewusstsein zu erweitern und zu vertiefen.
Schon im online verfügbaren Audiobeitrag auf vimeo werden wir in viele Betrachtungsweisen und Aspekte von Bewusstsein eingeführt, z.B.

  • Bewusstsein als sensorische oder wahrnehmungsorientierte Fähigkeit
  • Bewusstsein als Zugang zur persönlichen Innenwelt und zum Selbst. Das Ich als Konzept. Unser Zugang zum Bewusstsein.
  • Bewusstsein über andere Menschen und mehr.
  • Bewusstsein im Kontext von Geist und Seele. Unterschiedliche Deutungen in Religion und Philosophie.
  • Innere Filter oder Auswahlmechanismen in der Wahrnehmung. Abstraktion.
  • Bewusstseinszustände wie Schlaf, Bewusstlosigkeit, teilbewusste Zustände oder veränderte Bewusstseinszustände
  • Bewusstsein in psychischen Krankheiten, z.B. Schizophrenie
  • Künstler der l'Art brut und ihre Erfindung einer nicht realen, neuen, imaginären oder utopischen Welt.
  • Wie weit Roboter ein Bewusstsein haben oder aufgrund von Bewusstsein handeln können.
  • Wird verantwortungsvolles, ethisches, rechtlich korrektes Handeln bei Robortern so möglich wie bei Menschen?
  • Wo das Bewusstsein bei Robotern, lebenden Menschen und Verstorbenen wohl ist.
  • Ob und wo Bewusstsein in der Materie steckt. Zonen im Hirn, wo Informationen abgespeichert werden, unbewusst Dinge wahrgenommen und verarbeitet werden.
  • Was es wohl braucht, bis Bewusstsein entstehen kann.
  • Integration von Sinneswahrnehmung, Erinnerung, Befindlichkeit, Umstände usw.
  • Ansätze von Bewusstsein bei Pflanzen. Bewusstsein bei Tieren.

Die Ausstellung dauert noch bis 29. Juli 2018.

Web: http://www.museedelamain.ch/fr/101/a-voir

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